37 Soldaten aus sieben europäischen Ländern werden nach Grönland entsandt, um die Arktis-Insel und deren Bewohner vor den gierigen Händen Donald Trumps und den USA zu beschützen.
Die Einfaltspinsel der alten Welt glauben ernsthaft, die US-amerikanischen Begehrlichkeiten, Grönland zu „okkupieren“ wäre zum Schaden Europas.
Dabei lassen sie, permanent auf sich selbst fokussiert, die weltpolitische geostrategische Lage völlig ausser acht.
Seit Jahren versuchen sowohl die Russen als auch die Chinesen im arktischen Raum Fuss zu fassen, zum einen aus wirtschaftlichen, zum anderen aus militärischen Gründen.
Schiffsrouten im nördlichen Polarkreis werden von diesen Global Playern längst genutzt, geschützt von zahlreichen Militärbasen.

Es ist auch kein Geheimnis, dass China bereits versucht hat, auf Grönland Fuß zu fassen und das mit sattsam bekannten Methoden.
Auch wenn deren Fortschritte auf der Insel derzeit eher bescheiden sind, sollte man diesen Beachtung schenken.
2015 übernahm das chinesische Unternehmen General Nice Group (aus Hong Kong) die Lizenz für eine Mine nördlich von Nuuk. Es war das erste vollständig chinesisch kontrollierte Projekt in der Arktis.
2016 kam das Kvanefjeld/Kuannersuit-Projekt dazu.
Das chinesische Unternehmen Shenghe Resources ist mit 12,5 % an dem australischen Betreiber Greenland Minerals (heute Energy Transition Minerals) beteiligt und könnte bis zu 60% übernehmen. Das Projekt zielt auf seltene Erden ab, hat aber Umweltbedenken und Verzögerungen bei der grönländischen Regierung ausgelöst, wodurch es ebenfalls zu Verzögerungen kam.
Das sind nur zwei Beispiele für die Bestrebungen Chinas, die Insel vor den Toren Nordamerikas, zwischen der „alten“ und der „neuen“ Welt als Einflußsphäre zu gewinnen.
Und natürlich gibt es auch keine Zweifel darüber, dass der Rote (kommunistische) Drache Grönland missbrauchen würde, um es für militärische Zwecke zu nutzen.
All diese Bestrebungen wurden von den Europäern bislang ignoriert und werden es noch!
Angesichts der Tatsache, dass z.B. Deutschland seine Netzwerkstruktur immer noch auf Basis von Huawei-Technologie betreibt, obwohl bekannt ist, dass dadurch die Chinesen auf sensible Daten Zugriff haben und Netzwerke von China aus abschalten können, verwundert das nicht.
Ein anderer Aspekt, der in dieser infantil geführten Diskussion von der Möchte-Gern-Grossmacht EU angeführt wird, ist die Ignoranz gegenüber den Grönländern selbst.
Diese werden mit keiner Silbe einbezogen, geschweige denn zum Thema befragt.
Dabei gibt es für die Einheimischen dort jede Menge gute Gründe, ihren Kolonialherren (ja, Dänemark agiert bis heute als solcher!) den Rücken zu kehren.
Bis in die 70er Jahre hat sich Dänemark den Grönländern gegenüber schlimmer verhalten, als so manche andere Kolonialmacht es in Afrika tat.
Zwangssterilisationen, Zwangsabtreibungen und die Entführung grönländischer Kinder ins „Mutterland’ zum Zwecke der Umerziehung und Europäisierung waren staatliches Programm.
Die gebürtige Grönländerin Amarok Petersen war 27 Jahre alt, als sie die erschütternde Wahrheit darüber erfuhr, warum sie keine Kinder bekommen konnte – und dass Dänemark daran schuld war.
Sie litt unter schweren Gebärmutterproblemen, und ein Arzt entdeckte in ihrem Körper ein Intra-Uterin-Pessar (Spirale), von dem sie nichts wusste.
Dänische Ärzte hatten ihr dieses Implantat im Alter von nur 13 Jahren im Rahmen eines Programms zur Bevölkerungskontrolle für Tausende von einheimischen grönländischen Mädchen und Frauen eingesetzt.
Auch Jahrzehnte danach hat Amarok Petersen weder vergessen oder verziehen:
„Sie haben unsere Zukunft gestohlen. Die Dänen sehen uns nicht als Menschen.“ – so ihr bitteres Resümee.
Sie ist nur ein Beispiel von Tausenden. Jetzt, im Rahmen der „Grönland-Diskussion“ wagt sie sich erstmals, über ihr Schicksal öffentlich zu sprechen.
Damit nicht genug: Die Sprache der Ureinwohner wurde aus den dortigen Schulen ebenso verbannt wie Traditionen und Kultur.
Ziel des Ganzen war, bei Lichte betrachtet, nichts anders als die Ausmerzung der Kultur und der Traditionen der Inuit.
Bis heute hält Dänemark die Bewohner der Arktis-Insel am Tropf des „Wertewestens“ – Es gibt keinerlei Investitionen dort, keinerlei Bestrebungen, auch nur die geringsten Initiativen der Einheimischen, irgendetwas voranzubringen, zu unterstützen oder gar zu fördern.
Im Gegenteil: Fischereiquoten und Fangverbote machen es den Grönländern unmöglich, wirtschaftlich auf eigenen Füssen zu stehen.
Auch nachdem Grönland 2009 die Unabhängigkeit zugestanden wurde, haben die europäischen Kolonialherren dafür gesorgt, dass die Abhängigkeit nicht nachlässt. Ein wenig Sozialhilfe hier, eine Mini-Investition da, ansonsten bleibt alles wie bisher.
Doch plötzlich, nachdem Donald Trump die Insel als geopolitisch und strategisch als wichtiges Terrain eingestuft hat, erinnern sich die Dänen und andere Länder Europas, dass es da eine Insel mit Bewohnern gibt, um deren Wohl und Wehe man sich in den letzten 100 Jahren nicht die Bohne geschert hat.
Und in der ganzen Diskussion darüber, die in sämtlichen „Qualitätsmedien“ jenseits des Atlantiks geführt wird, vermeidet man tunlichst, auch nur ansatzweise zu erwähnen, wie man mit den Grönländern in den letzten 300 Jahren bist zum heutigen Tag umgegangen ist und umgeht!
Viel erschreckender erscheint allerdings, dass die führenden Köpfe Europas derart vernagelt sind, dass sie sich lieber dem „Trump-Derangement-Syndrom“ hingeben und sich als unfähig erweisen, die strategische Bedeutung Grönlands für die EU und Nordamerika erkennen zu können (oder zu wollen).
Howdy aus Texas
Tom
MAGA 🇺🇸
